Lueften-oder-a23077863Die drei Gebäude im Quadranten D der ehemaligen Beelitz-Heilstätten, wurden 1902 im ersten Bauabschnitt als Sanatorium, Küche und Wäscherei fertiggestellt. Die tragenden Wände bestehen aus Ziegelmauerwerk, die Geschossdecken aus Stahlbeton, im Keller sind meist gemauerten Kappendecken zu finden, in den Fluren aufwändige Kreuzgewölbe-Decken. Die Außenwände entsprechen mit 50 cm Durchmesser in etwa der Massivität typischer Gründerzeit-Altbauten. Die bauliche Grundsubstanz befindet sich insgesamt in einem relativ guten Zustand, während Putz und Zierrat mittlerweile zu Boden gegangen sind.

Auffallend ist die hohe Qualität der verarbeiteten Holzbalken. Die Dachstühle und die Dacheindeckungen sind aufgrund massiven Metalldiebstahls in den letzten drei Jahren zwar stark beschädigt und teils abgedeckt, die Mehrheit der Balken aber haben der Witterung getrotzt. Auch sind die Holzelemente im Außenbereich wie im dekorativen Fachwerk oder in den Überdachungen der Eingänge immer noch sehr brauchbar. Im Inneren jedoch sind hölzernen Ausbauteile wie Fenster, Türen etc. mehrheitlich in einem stark beeinträchtigten Zustand.

Die Kellergeschoße sind grundsätzlich trocken, denn der Grundwasserspiegel der Region ist – anders als in Berlin – sehr niedrig, die oft zitierte Brandenburger Sandbüchse.

Die einst aufwändig gestalteten Außenanlagen sind seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegt worden. Straßen und Wege scheinen noch alle vorhanden zu sein, teilweise allerdings stark überwuchert.