Schnitt Badehaus… des Krankenhausbaus im deutschsprachigen Raum, Heino Schmieden, wurde im Jahr 1898 von der Landesversicherungsanstalt zum Mastermind ihres ambitionierten Projekts Beelitz-Heilstätten gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war Baurat Schmieden mit 63 Jahre ein alter Hase in seinem Metier und auf der Höhe seines Schaffens angekommen. 1866 gründete er zusammen mit Martin Gropius eine Sozietät, die sich schnell zum führenden Berliner Architektenbüro der späten Schinkelnachfolge entwickelte. Zwei der bekanntesten Werke sind neben zahlreichen Bank und Wohngebäuden das Kunstgewerbemuseum in der Stresemannstraße sowie das in klassischem Pavillonstil errichtete Krankenhaus am Friedrichshain.

Nach dem Tod seines Kompagnons errichtete Schmieden zusammen mit dem Regierungsbaumeister Julius Boethke das Krankenhaus Teltow in Zehlendorf. Mit Boethke setzte er dann auch den ersten Bauabschnitt der Beelitzer Heilstätten um, zu dem auch die Gebäude des Quadranten D gehörten. Die beiden wirkten zwar nur fünf Jahre in Beelitz-Heilstätten (30 Jahre wurde insgesamt gebaut), gaben durch ihr strenges Ordnungsschema und die Fülle der ausgeführten Bauten – vom Einstiegshäuschen in die unterirdischen Heizungs- und Luftschächte über die Pförtner- und Wohnhäuser bis zu den großen Sanatorien – eine Art DNA vor, die auch für die späteren Bauabschnitte bestimmend blieb.

20140116_115923_klein

Auch 110 Jahre später sind Architekten gefragt, denn der Sanierungsprozess im REFUGIUM BEELITZ muss fachkundig vorbereitet und ebenso betreut werden. Auch den 1000 Quadratmetern Neubaufläche, die dort zur Verfügung stehen, muss eine konkrete Form gegeben werden. Seit Dezember sind die Architekten von playze unsere Sparringspartner (mehr Infos zu denen – hier). Mit Dependancen in Berlin, Basel und Schanghai hat das 2007 gegründete Unternehmen einige spektakulären Projekte in China umgesetzt. Das Berliner Büro unter der Leitung von Gründungspartner Marc Schmit begleitet gerade die Erweiterung der Domaine Thermale im Luxemburgischen Mondorf-les-Bains (mehr Infos – hier).

2013 beendete playze den Ausbau des Pfefferbett-Hostels im Berliner Pfefferberg (mehr Infos – hier). Die leitende Architektin Kathrin Starcke konnte hier ihr Know-How im Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand einbringen, einem der Schwerpunkte ihrer bisherigen Arbeit.

In den letzten vier Wochen haben die playze-Mitarbeiter Samantha und Rosella (siehe Foto rechts) unter erschwerten Witterungsbedingungen ein neues Aufmaß der drei Gebäude erstellt, das uns als Grundlage für unsere Planung dienen wird.

 

Merken