photocasep6g6l68h54927701… nennt sich Beelitz gerne und darf seit 2013 offiziell den Zusatz „Spargelstadt“ im Namen führen. Carl Friedrich Wilhelm Herrmann, Glaser und Ackerbürger, begründete im Jahre 1861 den Spargelanbau in Beelitz und verhalf somit den Bauern der Stadt zu einem gewissen Wohlstand. Aktuell leben etwa 11.500 Menschen in der Stadt, in der sich vieles um das Edelgemüse dreht. Die wenigsten jedoch werden heute noch Ackerbürger sein.

Der Beelitzer Spargelverein (mehr – hier) kürt eine Spargelkönigin, die für jeweils ein Jahr ihr Amt ausübt. Sie repräsentiert auf zahlreichen Veranstaltungen wie der traditionellen Eröffnung der Spargelsaison in Beelitz oder beim Spargelumzug in Berlin. Am ersten Juni-Wochenende wird ein Spargelfest veranstaltet, ein Spargelmuseum erklärt die Hintergründe und zahlreiche Spargelhöfe laden ein (eine Übersicht gibt es – hier).

Doch der Beelitzer lebt nicht nur von Spargel allein – neben Discountern wie LIDL, Aldi, Netto ist dort auch ein EDEKA Aktiv-Markt sowie ein REWE-Markt am Start. Mehrere alteingesessene Bäckereien und Fleischereien üben ihr Handwerk noch mit Liebe aus. Nicht zu vergessen die Asparagus (!)-Apotheke mit ganzheitlichem Aspekt, eine der Apothekerinnen hat eine Ausbildung als Heilpraktikerin.

41X0HnFnOwL._

Am Rande des kleinen Altstadtkern gelegen ist besonders das Restaurant Kochzimmer zu erwähnen (der Link ist – hier), das in der Speisekarte des Berliner TIP-Magazins vom Januar 2014 mit „herausragend“ bewertet wurde – „Fine Dining“ in familiär und freundlich. Gault & Millaut sehen das ähnlich.

Die vier Jahreszeiten heißen in Beelitz übrigens Spargel – Erdbeere – Heidelbeere – Kürbis mit Ernten, die von Jahr zu Jahr steigen. Auch dank der Selbstpflücker, die von Juli bis September die „BeelitzerHeideBeeren“ im Stadtwald ernten können, direkt gegenüber den Beelitzer Heilstätten. Diese Blaubeeren sind groß wie Murmeln und verlangsamen den Alterungsprozess (wenn man über längere Zeit mehrere Kilo am Tag verzehrt). Nach getaner Arbeit begibt man sich zum Restaurant und Biergarten im ehemaligen Pförtnerhaus unweit am Eingang zum Quadrant A gelegen (hier – der Link). REFUGIES können dann gemütlich nach Hause spazieren.

Im Herbst stellt Öko-Landwirt Syring (hier seine Seite) ein DLG-prämiertes Kürbiskern-Öl her. Ganzjährig wird dieses im eigenen Feinkost-Laden im Stadtzentrum verkauft.

Und nicht zuletzt der Beelitzer Stadtwald. Mit seinen 98% Kiefern – preußisch gerade in Reih und Glied – steht ihm ein großer Umbau bevor, wovon man auf seiner Homepage erfahren kann (hier). Ein tolles Angebot der Revierleitung: Menschen mit körperlicher und geistiger Eignung können dort den Motorsägenschein erwerben. Aktuell ist zu vermelden, dass die Nachfrage nach Waldprodukten gestiegen ist. Der Städter mag verwirrt sein, denn dabei handelt es sich nicht etwa um Sauerstoff, Pilze oder Eichhörnchen, sondern ganz einfach um Holz.