Refugium Beelitz-Heilstätten | Creative VillageRefugium Beelitz-Heilstätten | Creative Village



Autor - kwd

A Cure for Wellness

Während auf der Refugium-Baustelle alles wie geplant voran geht, kommt am 23. Februar „A Cure for Wellness“ in die Kinos, ein Spielfilm der vorletztes Jahr hauptsächlich gegenüber im Quadrant C der Beelitzer Heilstätten gedreht wurde. Regisseur Gore Verbinski, bekannt geworden durch die „Fluch der Karibik“-Filme, hatte sich in das dort befindliche Badehaus verliebt und dort nach aufwändigen Umbauten mehrere Monate gedreht.
In den Hauptrollen sind so bekannte Gesichter wie Jason Isaacs (Lucius Malfoy in „Harry Potter“) und Dane DeHaan (Harry Osborn in „Amazing Spiderman“). Studio Babelsberg war Koproduzent dieses 40-Millionen-Dollar Abenteuers.

Hier ist der Link zum Trailer.

Heavy Metal

Die neuen Metallfenster in der Kochküche des Küchengebäudes wurden aufwändig restauriert und sind nun eingebaut. Unglaublich, wie die Schlosser das Original-Material erhalten konnten. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus…

Damit man in der dort befindlichen Atelierwohnung später gemütlich wohnen kann, wird auf der Innenseite ein zusätzliches Holzfenster eingebaut. Durch diese hybride Konstruktion konnte das ursprüngliche Gesicht des Gebäudes bewahrt werden, ohne dass im Inneren auf Komfort verzichtet werden muss.

 

 

 

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Erstes Abrüsten

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Der Ostflügel des Küchengebäudes ist mittlerweile abgerüstet und erscheint in seiner ganzen Pracht. Teile des alten Fassadenputzes konnten erhalten werden. In einem aufwändigen Verfahren wurde eine neue Putz-Materialität ermittelt und angearbeitet, dadurch sind neue und originale Bereiche klar zu unterscheiden.
Das Haus erzählt ganz offensichtlich von seiner Geschichte…

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Alles neu macht der … Herbst

Auch wenn die Blätter langsam gelb werden und wir uns auf den Indian Summer zubewegen, in den drei Gebäuden des Refugium Beelitz wächst das Neue mit jedem Tag.
20160925_153409Im Küchengebäude ist das Dach fast fertiggestellt, demnächst wird abgerüstet. Im östlichen Treppenhaus wurde eine Musterachse erstellt. Hier wird bald alles wieder in den Originaltönen erstrahlen – warme Sandfarben an den Wänden, Grüntöne für Rollmuster und Geländer, ein klassisches rotes Linoleum für die Treppenbeläge. Diese Details sind exemplarisch mit Restauratoren und Denkmalbehörden abgestimmt worden und werden genauso auch in den Treppenhäusern von Pavillon und Wäscherei wieder hergestellt.

Auch die Fassade des Küchengebäudes wird nach und nach vervollständigt und verwitterte Putzfelder werden Stück für Stück erneuert. Einige Bereiche waren unbeschädigt und konnten erhalten werden. So wird die Geschichte des Hauses auch weiterhin an seinem Äußeren ablesbar sein.

Im Pavillon wurden die abgehängten Decken demontiert, zum Vorschein kamen wunderschöne preußische Kappendecken. Heute ist dieses Detail äußerst beliebt, zur Bauzeit 1902 jedoch wollte man vermeiden, dass die Patientinnen im Krankenbett auf genau jene Decken schauen, die sie von den Farbriketagen kannten, wo sie Glühbirnen zusammen schraubten oder ähnlichen prekären Beschäftigungen nachgingen. So ändern sich Zeiten und Geschmack.

 

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Pavillon ist eingerüstet

20160822_152926Während im Küchengebäude die neuen Fenster eingebaut werden und alles vorbereitet wird, um den Fassadenputz aufzubringen, ist nun auch das ehemalige Frauensanatorium (Pavillon genannt) fast vollständig eingerüstet. Wieder war es nicht ganz leicht für die Spezialisten, da auch hier der unregelmäßige Baukörper sowie die vielen Souterrain-Bereiche das Aufstellen der Gerüstteile zum Puzzlespiel werden ließ.

Auch für die ehemalige Wäscherei liegt nun eine Baugenehmigung vor. Das Gebäude, in dem früher gewaschen und gemangelt wurde, erlebte im Jahr 1913 aufgrund der großen Patientennachfrage die Umwandlung zu einem weiteren Bettenhaus für das Frauen-Sanatorium. Zur Zeit staubt es dort beträchtlich. Denn Gänge und Zimmer werden beräumt, damit bald alles für die Baustelle eingerichtet ist.

Parallel dazu werden die Versorgungsleitungen für Wasser und Strom von der Straße zu den Gebäuden gelegt. Ebenso die Gasleitungen,  da jedes der drei Gebäude mittels eines Gas-befeuerten Blockheizkraftwerks beheizt wird. Das Frauen-Sanatorium beispielsweise verfügt über fast 50 cm dicke Außenmauern, wodurch die neuen Atelierwohnungen hervorragend für kalte Winter gewappnet sind.

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Im Dach geht es voran

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Die Dacharbeiten im ehemaligen Küchengebäude gehen zügig voran. Zwar war es nicht ganz einfach das unregelmäßig gebaute Haus einzurüsten, doch mit beträchtlichem Aufwand ist es den Gerüstbauern dann doch gelungen alle Bereiche zugänglich zu machen.

Der Dachbereich wird ausgebaut, hier entstehen helle Wohnungen mit 2,86 m Deckenhöhe. In der hölzernen Dachkonstruktion wird einiges an Balken ausgetauscht, doch der Dachstuhl ist generell in bemerkenswert gutem Zustand. Einige Sparrenköpfe und Aufschieblinge mussten aufwändig in Handarbeit nachgeschnitzt werden. Und wir sind zu der Erkenntnis gekommen – Zimmerleute sind die wahren Künstler!

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Offizieller Baubeginn erfolgte am 4. Mai 2016

Pic 1_IMG_9797Nachdem die Baugenehmigung für das erste Gebäude nach gut einem Jahr Vorbereitung erteilt wurde, konnte der offizielle Baubeginn am 4. Mai erfolgen.

Ein guter Grund um ordentlich zu feiern und mit Freunden einen sonnigen Nachmittag zu verbringen. Danke an alle die gekommen waren, an Stadtküche für das wunderbare Spargelragout mit Kräutern direkt vom Grundstück sowie an Louie und Patrick für Ihren zauberhaften Auftritt.

Die nächsten Schritte: um das Gebäude herum wird ein Graben ausgehoben, damit eine Abdichtung im Kellerbereich aufgebracht werden kann. Dann werden Stück für Stück Baugerüste aufgestellt, um die alten Dachsteine abzunehmen und die Holzkonstruktion erneuern zu können. Die alten Dachsteine werden später auf der Schauseite der Gebäude wiederverwendet, die abgewandte Seite wird neu eingedeckt.

Die letzten Schritte vor dem Baubeginn

20160204_120344_resized_kleinerNach Öffnung der Holzdecken zum Giebelbereich wurden eben die letzten digitalen Vermessungen im Dach abgeschlossen – die Behörden hatten Detailzeichnungen der Giebelbereiche für das Bauarchiv gefordert.

Um weiteren Schaden von der Bausubstanz abzuwenden, werden von den Zimmerleuten die ersten Flachdachbereiche im Küchengebäude instandgesetzt.

Auch die Vergabe ist weiter fortgeschritten – unter anderem stehen Zimmermannsarbeiten (Dachstuhl), Außen- und Innenputz sowie Maurer- und Tiefbauarbeiten kurz vor dem Abschluss. Die Firmen kommen aus Beelitz und aus der Region Brandenburg. Mit Ausnahme des Fensterbauers, der in Sachsen produziert.

Mittlerweile fiel die Entscheidung bezüglich Heiztechnik auf gasbetriebene Blockheizkraftwerke – jedes Gebäude soll ein eigenes bekommen, um Leitungsverluste zu vermeiden.

Das Refugium Beelitz-Team wird im März noch einmal personell verstärkt, sodass das Projekt-Management zum bevorstehenden Baubeginn nun komplett ist.

Demnächst starten wir unsere neue Kommunikations-Kampagne wofür wir diverse Szenen aus den zukünftigen Atelierwohnungen fotorealistisch nachgebaut haben. Diese sogenannten Renderings sollen die großzügigen Proportionen der Räume sowie deren vielfältige Nutzungen besser illustrieren.

Denkmal-Details

?????????????Erstes Bemusterungstreffen im Rahmen der Ausführungsplanung – zu Gast die Obere und Untere Denkmalbehörde.
Diskutiert wurden Dachziegel, Putz, Fenster und andere äußere Bauteile. Eine komplexe Angelegenheit, denn das Gebäude soll nicht wieder in den Zustand von 1902 zurückgeführt werden. Vielmehr soll die seitdem vergangene Zeit erlebbar bleiben, erkennbar zum Beispiel an der sogenannten Patina. Auf der anderen Seite soll klar erkennbar sein, welche Bauteile Original sind wie zum Beispiel Eingangstüren und welche später hinzugefügt wurden wie beispielsweise die geplanten Zugänge zum Garten.
Besprochen wurden zum Beispiel die exakte Zusammensetzung und Farbgebung des Putzes sowie Techniken um schonend die Fassade zu reinigen. Ansonsten folgt die Farbgenung den Original-Farben, die unser restauratorischen Gutachten ergeben hat.
Die Holz-Fenster hingegen müssen größtenteils neu gebaut werden, im ursprünglichen Design, jedoch modern konstruiert gemäß der Energie-Einsparverordnung.

16. September 2015 | Kategorien Konzept