Refugium Beelitz-Heilstätten | Creative VillageRefugium Beelitz-Heilstätten | Creative Village



Kategorie - Region

Aktive Freizeitgestaltung Teil 2

Ein Magnet im Beelitzer Umland ist der Climp Up!-Kletterwald in Klaistow (hier mehr Infos).Teil 2
Auf 35.000 m² warten elf verschiedene Kletter-Parcours und drei Speed-Parcours mit einer Gesamtlänge von 2,6 km auf Kinder ab 1,30 m Körpergröße.
Wer die Sicherheits-Ausrüstung angelegt und eine wirklich ausführliche fachkundige Einweisung überstanden hat, den erwarten spaßige und herausfordernde Kletterübungen in unterschiedlichen Höhen und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Beliebtestes Highlight ist die 200 m lange Riesen-Seilrutsche. Ein eigener Zwergen-Parcours ist geeignet für Kindergartenkinder von ca. 3 – 6 Jahren.

Wer dann noch Energie hat, kann im direkt angeschlossenen Spargelerlebnishof Buschmann-Winkelmann herausfinden, warum dieser seinen Namen tatsächlich verdient hat. Gleich neben dem Kletterwald liegen Freigehege mit Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild sowie ein Streichelzoo. Doch damit nicht genug: ein wahres Highlight ist das Riesen-Hüpfkissen und die 10 m hohe Rutsche, auf der drei Kinder gleichzeitig um die Wette rutschen können.

Sind alle Kalorien verbraucht, werden im Scheunenrestaurant diverse Kindergerichte serviert. Süßes gibt es in der Landeisdiele und in der Hofbäckerei (hier weitere Infos).

20. Mai 2014 | Kategorien Region

Aktive Freizeitgestaltung Teil 1

RosenhofAus einer der Besichtigungen vom vergangenen Wochenende kam die Anregung, etwas mehr zu Freizeitaktivitäten für Kinder zu recherchieren. Fangen wir also an mit etwas, das sich im Dickicht der Großstadt nur schwer umsetzen lässt, mit Reiten auf echten Pferden.

Im Beelitzer Ortsteil Schäpe hat der Rosenhof in punkto Pferd einiges anzubieten. 1925 als landwirtschaftlicher 4-Seiten-Hof gebaut, wurde er 1995 von der neuen Eigentümerin Silke Pelzer zum Zuchtstall umgebaut – mehr Infos hier. Der benachbarte Pensionsstall Rosencarree landete 2007 bundesweit auf dem dritten Rang der von der Zeitschrift „St. Georg“ initiierten Aktion „Deutschland sucht den Superstall“.
Die Pferdezucht ist Silke Pelzers große Leidenschaft. Jedes Jahr werden ca. 5 bis 10 Fohlen auf dem Rosenhof geboren. Im Zentrum steht das Dressurpferd, welches meist aus Oldenburgischer, Hannoveranischer oder Westfälischer Linie stammt.
Besonders stolz ist man auf die 65 m x 22 m große Reithalle, die im Frühjahr 2003 fertig gestellt worden ist. Die Halle und das Rosencarree wurden aus 200.000 mühsam aufgearbeiteten Ziegelsteinen erbaut. Mit dem Ergebnis, dass sogar bei hochsommerlichen Temperaturen eine angenehme Kühle in der Reithalle herrscht.
Der Rosenhof verkauft Fohlen aber auch Wallache und Stuten. Auf Wunsch werden vom Youngster bis zum Dressurpferd der Klasse S alle Pferde auch ausgebildet. Zudem besteht die Möglichkeit auf dem eigenen oder einem Reitbeteiligungspferd Einzelunterricht zu nehmen.

Reiten lernen kann Ponyhofman seit 2001 bei Moni und Martin Lückenhaus im Ponyhof Regenbogen (mehr Infos – hier) beispielsweise als Wochenendprogramm mit vier Reitstunde noder als ganze Ferienwoche mit elf Reitstunden inklusive Übernachtung in der Villa Kunterbunt.
Neben 24 Pferden und Ponys werden die Kinder von den Hunden Balduin und Camilla, sowie von einige Katzen erwartet. Darüber hinaus gibt es einen Streichelzoo mit Hasen, Schafen, Hühnern, Gänsen, Enten und den beiden Hängebauchschweinen Kalle und Manni. Ganz besonders beliebt sollen das „schmusige Eselchen“ Benjamin und Rentnerpony Kumpel sein. Bitte in Beelitz-Schönefeld nachprüfen und berichten!

Reiten 3

Kinder ab 6 Jahren (aber auch Jugendliche und Erwachsene) können ihre ersten Erfahrungen beim Reiten auch auf dem Pferdehof Adamek in Beelitz-Buchholz in Einzel- oder kleinen Gruppenstunden machen.  Seit 2012 gibt Anja Adamek auch hier einwöchige Reitkurse mit Tagesbetreuung während der Schulferien. Der Unterricht findet auf dem Reitplatz mit Beleuchtung (ca. 40x20m) oder im Longierzirkel statt. Der Höhepunkt dabei soll das Ponyschmink- und Kostümfest sein.
Im Ponyclub können die Kleinsten von ca. 3-6 Jahren erste zaghafte Kontakte mit Shettys und Ponys erleben (auf dem Foto links: Strolchi und Bella Donna). Hier der Link zu mehr Infos.

31. März 2014 | Kategorien Region

Quadranten aktuell

71771989Spricht man vom „verlassenen“ Areal der Beelitzer Heilstätten, so sind damit in erster Linie Quadrant A und C gemeint – das Foto links zeigt die spektakulärste Ruine mit Dachwald in Quadrant A. Andererorts hat sich seit dem Abzug der sowjetischen Armee aus dem „militärischen Sperrgebiet“ im Jahr 1996 einiges verändert.

In Quadrant D direkt an den Bahngleisen sind die ehemaligen Ärzte- und Beamtenhäuser längst ausgebaut und vermietet. Direkt dort angrenzend wurde 1998 die verwilderte Parkanlage gelichtet und eine Neubau-Siedlung angelegt, in dem sich zweigeschossige Fertigbau-Einfamilienhäuser befinden.

Auch die Pförtnerhäuser sind mittlerweile entweder bewohnt (wie das am Eingang des REFUGIUM BEELITZ) oder für gastronimische Zwecke ausgebaut.

Die beiden Direktoren-Villen an der Hauptstraße sind ebenso in privater Hand und wurden sehr hochwertig ausgebaut. Ihr perfekter Look lässt einerseits erahnen, wie das gesamte Areal 1902 ausgesehen haben muss. Vor dem Hintergrund des Verfalls der anderen Gebäude muss man allerdings irgendwie an Walt Disney’s „Magic Fight Against Tuberculosis“ denken.

Heizhaus & Wasserturm

Das südliche Kesselhaus des ehemaligen Heizkraftwerks im Quadrant C wird heute vom Förderverein Heiz-Kraft-Werk e.V. als technisches Denkmal und Museum betrieben (mehr dazu – hier). Das Foto rechts zeigt das Heizhaus sowie den Wasserturm.

Weiter nördlich in Quadrant B ist im ehemaligen Stallgebäude das feuerwehrtechnische Zentrum Potsdam Mittelmark untergebracht.

Nicht weit davon entfernt im selben Quadranten befindet sich der einzige sanierte und momentan genutzte Heilstätten-Pavillon. In dessen Räume zog 1998 ein Komplex aus neurologischen Kliniken, Reha- und Therapiezentrum sowie die Akademie für Sozial- und Gesundheitsberufe ein (weitere Infos – hier).

Einmal im Jahr ist gleich gegenüber in der leer stehenden Männer-Lungenheilanstalt die European Exchange Academy zu Gast (hier – der Link), die bildenden Künstlern aus aller Welt seit 2003 ein artist-in-residence Programm anbieten.

Nördlichste Markierung der Heilstätten ist das ehemalige Desinfektionshaus, das von 1996-1999 aufwändig zum „Landgasthaus Gustav“ umgebaut wurde (hier – dessen Seite). Die aktuellen Pächter betreiben das Hotel sowie das Restaurant mit 50 Plätzen seit 2008.

Im südwestlichen Quadrant A, dem flächenmäßig größten Teilstück, ist ein vollständiger Leerstand zu verzeichnen. Derzeitiger Plan zur Erschließung dieses Areals ist der „Baumkronen- und Zeitreisepfad“ (zur Homepage geht’s – hier). Vorbild ist ein bereits existierendes Projekt im thüringischen Nationalpark Hainich. Private Investoren wollen einen in der Endstufe 1000m langen Pfad über den Wipfeln des verwilderten Waldparks errichten. Ein 36m hoher Aussichtsturm, an dessen Fuß sich ein Gastronomie-Pavillon mit Sanitär- und Verkaufsräumen befindet, soll das Zentrum bilden.

28. Januar 2014 | Kategorien Region

Stadt mit Köpfchen…

photocasep6g6l68h54927701… nennt sich Beelitz gerne und darf seit 2013 offiziell den Zusatz „Spargelstadt“ im Namen führen. Carl Friedrich Wilhelm Herrmann, Glaser und Ackerbürger, begründete im Jahre 1861 den Spargelanbau in Beelitz und verhalf somit den Bauern der Stadt zu einem gewissen Wohlstand. Aktuell leben etwa 11.500 Menschen in der Stadt, in der sich vieles um das Edelgemüse dreht. Die wenigsten jedoch werden heute noch Ackerbürger sein.

Der Beelitzer Spargelverein (mehr – hier) kürt eine Spargelkönigin, die für jeweils ein Jahr ihr Amt ausübt. Sie repräsentiert auf zahlreichen Veranstaltungen wie der traditionellen Eröffnung der Spargelsaison in Beelitz oder beim Spargelumzug in Berlin. Am ersten Juni-Wochenende wird ein Spargelfest veranstaltet, ein Spargelmuseum erklärt die Hintergründe und zahlreiche Spargelhöfe laden ein (eine Übersicht gibt es – hier).

Doch der Beelitzer lebt nicht nur von Spargel allein – neben Discountern wie LIDL, Aldi, Netto ist dort auch ein EDEKA Aktiv-Markt sowie ein REWE-Markt am Start. Mehrere alteingesessene Bäckereien und Fleischereien üben ihr Handwerk noch mit Liebe aus. Nicht zu vergessen die Asparagus (!)-Apotheke mit ganzheitlichem Aspekt, eine der Apothekerinnen hat eine Ausbildung als Heilpraktikerin.

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Am Rande des kleinen Altstadtkern gelegen ist besonders das Restaurant Kochzimmer zu erwähnen (der Link ist – hier), das in der Speisekarte des Berliner TIP-Magazins vom Januar 2014 mit „herausragend“ bewertet wurde – „Fine Dining“ in familiär und freundlich. Gault & Millaut sehen das ähnlich.

Die vier Jahreszeiten heißen in Beelitz übrigens Spargel – Erdbeere – Heidelbeere – Kürbis mit Ernten, die von Jahr zu Jahr steigen. Auch dank der Selbstpflücker, die von Juli bis September die „BeelitzerHeideBeeren“ im Stadtwald ernten können, direkt gegenüber den Beelitzer Heilstätten. Diese Blaubeeren sind groß wie Murmeln und verlangsamen den Alterungsprozess (wenn man über längere Zeit mehrere Kilo am Tag verzehrt). Nach getaner Arbeit begibt man sich zum Restaurant und Biergarten im ehemaligen Pförtnerhaus unweit am Eingang zum Quadrant A gelegen (hier – der Link). REFUGIES können dann gemütlich nach Hause spazieren.

Im Herbst stellt Öko-Landwirt Syring (hier seine Seite) ein DLG-prämiertes Kürbiskern-Öl her. Ganzjährig wird dieses im eigenen Feinkost-Laden im Stadtzentrum verkauft.

Und nicht zuletzt der Beelitzer Stadtwald. Mit seinen 98% Kiefern – preußisch gerade in Reih und Glied – steht ihm ein großer Umbau bevor, wovon man auf seiner Homepage erfahren kann (hier). Ein tolles Angebot der Revierleitung: Menschen mit körperlicher und geistiger Eignung können dort den Motorsägenschein erwerben. Aktuell ist zu vermelden, dass die Nachfrage nach Waldprodukten gestiegen ist. Der Städter mag verwirrt sein, denn dabei handelt es sich nicht etwa um Sauerstoff, Pilze oder Eichhörnchen, sondern ganz einfach um Holz.

22. Januar 2014 | Kategorien Region