Refugium Beelitz-Heilstätten | Creative VillageRefugium Beelitz-Heilstätten | Creative Village



Kategorie - Status Quo

Heavy Metal

Die neuen Metallfenster in der Kochküche des Küchengebäudes wurden aufwändig restauriert und sind nun eingebaut. Unglaublich, wie die Schlosser das Original-Material erhalten konnten. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus…

Damit man in der dort befindlichen Atelierwohnung später gemütlich wohnen kann, wird auf der Innenseite ein zusätzliches Holzfenster eingebaut. Durch diese hybride Konstruktion konnte das ursprüngliche Gesicht des Gebäudes bewahrt werden, ohne dass im Inneren auf Komfort verzichtet werden muss.

 

 

 

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Erstes Abrüsten

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Der Ostflügel des Küchengebäudes ist mittlerweile abgerüstet und erscheint in seiner ganzen Pracht. Teile des alten Fassadenputzes konnten erhalten werden. In einem aufwändigen Verfahren wurde eine neue Putz-Materialität ermittelt und angearbeitet, dadurch sind neue und originale Bereiche klar zu unterscheiden.
Das Haus erzählt ganz offensichtlich von seiner Geschichte…

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Alles neu macht der … Herbst

Auch wenn die Blätter langsam gelb werden und wir uns auf den Indian Summer zubewegen, in den drei Gebäuden des Refugium Beelitz wächst das Neue mit jedem Tag.
20160925_153409Im Küchengebäude ist das Dach fast fertiggestellt, demnächst wird abgerüstet. Im östlichen Treppenhaus wurde eine Musterachse erstellt. Hier wird bald alles wieder in den Originaltönen erstrahlen – warme Sandfarben an den Wänden, Grüntöne für Rollmuster und Geländer, ein klassisches rotes Linoleum für die Treppenbeläge. Diese Details sind exemplarisch mit Restauratoren und Denkmalbehörden abgestimmt worden und werden genauso auch in den Treppenhäusern von Pavillon und Wäscherei wieder hergestellt.

Auch die Fassade des Küchengebäudes wird nach und nach vervollständigt und verwitterte Putzfelder werden Stück für Stück erneuert. Einige Bereiche waren unbeschädigt und konnten erhalten werden. So wird die Geschichte des Hauses auch weiterhin an seinem Äußeren ablesbar sein.

Im Pavillon wurden die abgehängten Decken demontiert, zum Vorschein kamen wunderschöne preußische Kappendecken. Heute ist dieses Detail äußerst beliebt, zur Bauzeit 1902 jedoch wollte man vermeiden, dass die Patientinnen im Krankenbett auf genau jene Decken schauen, die sie von den Farbriketagen kannten, wo sie Glühbirnen zusammen schraubten oder ähnlichen prekären Beschäftigungen nachgingen. So ändern sich Zeiten und Geschmack.

 

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Pavillon ist eingerüstet

20160822_152926Während im Küchengebäude die neuen Fenster eingebaut werden und alles vorbereitet wird, um den Fassadenputz aufzubringen, ist nun auch das ehemalige Frauensanatorium (Pavillon genannt) fast vollständig eingerüstet. Wieder war es nicht ganz leicht für die Spezialisten, da auch hier der unregelmäßige Baukörper sowie die vielen Souterrain-Bereiche das Aufstellen der Gerüstteile zum Puzzlespiel werden ließ.

Auch für die ehemalige Wäscherei liegt nun eine Baugenehmigung vor. Das Gebäude, in dem früher gewaschen und gemangelt wurde, erlebte im Jahr 1913 aufgrund der großen Patientennachfrage die Umwandlung zu einem weiteren Bettenhaus für das Frauen-Sanatorium. Zur Zeit staubt es dort beträchtlich. Denn Gänge und Zimmer werden beräumt, damit bald alles für die Baustelle eingerichtet ist.

Parallel dazu werden die Versorgungsleitungen für Wasser und Strom von der Straße zu den Gebäuden gelegt. Ebenso die Gasleitungen,  da jedes der drei Gebäude mittels eines Gas-befeuerten Blockheizkraftwerks beheizt wird. Das Frauen-Sanatorium beispielsweise verfügt über fast 50 cm dicke Außenmauern, wodurch die neuen Atelierwohnungen hervorragend für kalte Winter gewappnet sind.

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Im Dach geht es voran

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Die Dacharbeiten im ehemaligen Küchengebäude gehen zügig voran. Zwar war es nicht ganz einfach das unregelmäßig gebaute Haus einzurüsten, doch mit beträchtlichem Aufwand ist es den Gerüstbauern dann doch gelungen alle Bereiche zugänglich zu machen.

Der Dachbereich wird ausgebaut, hier entstehen helle Wohnungen mit 2,86 m Deckenhöhe. In der hölzernen Dachkonstruktion wird einiges an Balken ausgetauscht, doch der Dachstuhl ist generell in bemerkenswert gutem Zustand. Einige Sparrenköpfe und Aufschieblinge mussten aufwändig in Handarbeit nachgeschnitzt werden. Und wir sind zu der Erkenntnis gekommen – Zimmerleute sind die wahren Künstler!

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Offizieller Baubeginn erfolgte am 4. Mai 2016

Pic 1_IMG_9797Nachdem die Baugenehmigung für das erste Gebäude nach gut einem Jahr Vorbereitung erteilt wurde, konnte der offizielle Baubeginn am 4. Mai erfolgen.

Ein guter Grund um ordentlich zu feiern und mit Freunden einen sonnigen Nachmittag zu verbringen. Danke an alle die gekommen waren, an Stadtküche für das wunderbare Spargelragout mit Kräutern direkt vom Grundstück sowie an Louie und Patrick für Ihren zauberhaften Auftritt.

Die nächsten Schritte: um das Gebäude herum wird ein Graben ausgehoben, damit eine Abdichtung im Kellerbereich aufgebracht werden kann. Dann werden Stück für Stück Baugerüste aufgestellt, um die alten Dachsteine abzunehmen und die Holzkonstruktion erneuern zu können. Die alten Dachsteine werden später auf der Schauseite der Gebäude wiederverwendet, die abgewandte Seite wird neu eingedeckt.

Die letzten Schritte vor dem Baubeginn

20160204_120344_resized_kleinerNach Öffnung der Holzdecken zum Giebelbereich wurden eben die letzten digitalen Vermessungen im Dach abgeschlossen – die Behörden hatten Detailzeichnungen der Giebelbereiche für das Bauarchiv gefordert.

Um weiteren Schaden von der Bausubstanz abzuwenden, werden von den Zimmerleuten die ersten Flachdachbereiche im Küchengebäude instandgesetzt.

Auch die Vergabe ist weiter fortgeschritten – unter anderem stehen Zimmermannsarbeiten (Dachstuhl), Außen- und Innenputz sowie Maurer- und Tiefbauarbeiten kurz vor dem Abschluss. Die Firmen kommen aus Beelitz und aus der Region Brandenburg. Mit Ausnahme des Fensterbauers, der in Sachsen produziert.

Mittlerweile fiel die Entscheidung bezüglich Heiztechnik auf gasbetriebene Blockheizkraftwerke – jedes Gebäude soll ein eigenes bekommen, um Leitungsverluste zu vermeiden.

Das Refugium Beelitz-Team wird im März noch einmal personell verstärkt, sodass das Projekt-Management zum bevorstehenden Baubeginn nun komplett ist.

Demnächst starten wir unsere neue Kommunikations-Kampagne wofür wir diverse Szenen aus den zukünftigen Atelierwohnungen fotorealistisch nachgebaut haben. Diese sogenannten Renderings sollen die großzügigen Proportionen der Räume sowie deren vielfältige Nutzungen besser illustrieren.

Es herrscht reges Treiben auf Quadrant D…

… auch wenn wir hier nicht jeden Schritt dokumentiert haben.

Zwei Monate lang wurden pro20141018_125801visorische Maßnahmen zur Sicherung der Dächer durchgeführt, um die drei Gebäude winterfest zu machen.

Danach ging es weiter mit der Genehmigungsplanung: eine Bauforscherin sowie zwei Fachleute für „Farbgestaltung und Restaurierung von Architekturoberfläche“ arbeiten mittlerweile an entsprechenden denkmalrelevanten Gutachten. Letztere haben die Wände „seziert“ und konnten teilweise bis zu sieben Farbschichten freigelegen. Wir wissen nun restlos alles über die Originalfarben der Innenanstriche – nur soviel sei verraten, es handelt sich nicht um das aktuelle Pastellblau und -grün. Ebenso wurden aufgemalte Schablonenmuster entdeckt und malerische Verzierungen um die Türrahmen herum. Letztere kamen allerdings erst später Ende der zwanziger Jahre hinzu.

Die PlanunterlaRestaurationgen für den Pavillon (das Gebäude, das zuerst saniert wird), sind fast fertiggestellt. Im Moment werden noch mittels einer 3D-Laserscanning-Vermessung Messbilder der Fassade hergestellt. Danach geht es in Absprache mit der Denkmalpflege an die Details wie Balkone, Dachfenster und Eingangssituationen. Im Rahmen unserer „sensiblen Sanierung“ werden zwar nur minimale Veränderungen an der Altbausubstanz vorgenommen. Diese jedoch müssen präzise gezeichnet werden, um grünes Licht von den beteiligten Behörden zu bekommen.

Weiter geht es mit dem Holzschutz-Sachverständigen, dem im Vorfeld zumindest nichts außergewöhnliches aufgefallen ist. Dessen Gutachten wird benötigt, um eine professionelle Schwamm-Sanierung durchführen zu können.

Dies sind noch längst nicht alle Gutachten, die benötigt werden. Bauen im Denkmal ist definitiv nichts für Ungeduldige…

Eine kurze Bestandsaufnahme

Lueften-oder-a23077863Die drei Gebäude im Quadranten D der ehemaligen Beelitz-Heilstätten, wurden 1902 im ersten Bauabschnitt als Sanatorium, Küche und Wäscherei fertiggestellt. Die tragenden Wände bestehen aus Ziegelmauerwerk, die Geschossdecken aus Stahlbeton, im Keller sind meist gemauerten Kappendecken zu finden, in den Fluren aufwändige Kreuzgewölbe-Decken. Die Außenwände entsprechen mit 50 cm Durchmesser in etwa der Massivität typischer Gründerzeit-Altbauten. Die bauliche Grundsubstanz befindet sich insgesamt in einem relativ guten Zustand, während Putz und Zierrat mittlerweile zu Boden gegangen sind.

Auffallend ist die hohe Qualität der verarbeiteten Holzbalken. Die Dachstühle und die Dacheindeckungen sind aufgrund massiven Metalldiebstahls in den letzten drei Jahren zwar stark beschädigt und teils abgedeckt, die Mehrheit der Balken aber haben der Witterung getrotzt. Auch sind die Holzelemente im Außenbereich wie im dekorativen Fachwerk oder in den Überdachungen der Eingänge immer noch sehr brauchbar. Im Inneren jedoch sind hölzernen Ausbauteile wie Fenster, Türen etc. mehrheitlich in einem stark beeinträchtigten Zustand.

Die Kellergeschoße sind grundsätzlich trocken, denn der Grundwasserspiegel der Region ist – anders als in Berlin – sehr niedrig, die oft zitierte Brandenburger Sandbüchse.

Die einst aufwändig gestalteten Außenanlagen sind seit Jahrzehnten nicht mehr gepflegt worden. Straßen und Wege scheinen noch alle vorhanden zu sein, teilweise allerdings stark überwuchert.